Geschichte

125 Jahre Automobil - Vom Rad bis zum Hybridantrieb

Alles begann mit der Erfindung des Rads um etwa 4.000 v. Chr., das die technische Entwicklung auslöste, die zum modernen Pkw führte. Obwohl bereits zuvor Elektroautos, Dampfmobile und primitive Vehikel mit Verbrennungsmotoren gebaut wurden, sorgte erst die dreirädrige Konstruktion des benzingetriebenen Motorwagens von Carl Benz Ende des 19. Jahrhunderts für einen echten Durchbruch.
125 Jahre Automobil- Vom Rad bis zum Hybridantrieb © Auto Classic
Eine kurzer Rückblick über 125 Jahre Automobilgeschichte

Gottlieb Wilhelm Daimler, ein deutscher Industrieller, fügte wenig später das entscheidende vierte Rad hinzu und entwickelte in Folge auch den schnelllaufenden Benzinmotor. Bereits im 20. Jahrhundert lösten die motorisierten Gefährte nach und nach die bis dahin in nahezu allen Bereichen im Einsatz befindlichen Pferdefuhrwerke ab - die Erfolgsgeschichte des Automobils war nicht mehr zu stoppen.

Die Geschichte des Automobils im Schnelldurchlauf

Der starre Wagen mit Rädern dürfte eine mitteleuropäische Erfindung sein, wobei der Ursprung dessen im Dunklen liegt. Sicher ist, dass etwa 400 v. Chr. bereits mit Muskelkraft vorwärts bewegte Tretfahrzeuge die Straßen unsicher machten, und auch die römische Geschichte erzählt von Vehikeln, in dessen Inneren Sklaven in die Pedale traten (ca. 200 n. Chr.).

Im Jahr 1490 brachte Leonardo da Vinci eine Art sich von selbst bewegenden Panzerwagen zu Papier. 1600 baute ein Niederländer ein Segelfahrzeug mit Rädern, das mit Windenergie lief und mehrere Personen transportieren konnte. 1649 entwarf der deutsche Schmied Hans Hautsch ein mechanisches Gefährt mit vier Rädern. Er beschrieb seine Erfindung in etwa so: Es bedarf keiner Vorspannung von Pferden noch anders und geht 2000 Schritt in einer Stunde - ist alles von Uhrwerk gemacht.

Im Jahr 1674 konstruierte ein niederländischer Physiker einen Explosionsmotor mit Schießpulver als Brennstoff. Anfang des 18. Jahrhunderts fuhren bereits Dampfwagen auf den Straßen. Ende des 19. Jahrhunderts legten Benz und Daimler die entscheidenden Weichen für die weitere Entwicklung des Automobils. Kurz darauf konkurrierten verschiedene Antriebsarten, bevor sich der Verbrennungsmotor durchzusetzen vermochte.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand der Begriff "Führerschein" für die Erlaubnis, einen Wagen zu lenken, darüber hinaus gab es schon Zulassungsprüfungen und Geschwindigkeitsbeschränkungen. Zu dieser Zeit war in den USA rund ein Drittel aller Fahrzeuge elektrisch unterwegs, um 1950 wurden bereits fast alle Pkw mit einem Verbrennungskraftstoff angetrieben.

Daten wichtiger technische Innovation im 20. Jahrhundert:

  • 1914 - hydraulische Bremsen
  • 1918 - Karosserie und Chassis aus Stahl
  • 1936 - erstes Auto mit Dieselmotor (Mercedes Benz W 138)
  • 1940 - Automatikgetriebe
  • 1951 - Servolenkung
  • 1957 - Sicherheitsgurt für den Pkw
  • 1967 - elektronische Benzineinspritzung
  • 1972 - Allradantrieb in Serie
  • 1978 - vollelektronisches ABS (Antiblockiersystem)
  • 1980 - Airbag
  • 1990 - Katalysatoren für Dieselfahrzeuge
  • 1995 - EPS (Elektronisches Stabilitätsprogramm)
  • 1997 - Hybridantrieb (ein Elektromotor + ein weiterer Energiewandler)

Zukunftstendenzen der Automobilindustrie

Die Zukunftstendenzen betreffen hauptsächlich die verstärkte Integration von Informationselektronik (Unterhaltungsmedien für Beifahrer, Navigationssysteme, ...) und die Entwicklung von alternativen Antrieben. Weitere aktuelle Trends betreffen elektronische Zusatzeinrichtungen zur praktischen Unterstützung des Lenkers in bestimmten Fahrsituationen (Fahrerassistenzsysteme), die Verwendung von wiederverwertbaren Rohstoffen und führerlose Fahrsysteme (um 2018 sollen die ersten unbemannten Autos in Serie gehen).

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