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Oldtimerrevier Ruhrgebiet: Ein lohnendes Ausflugs-Ziel

Eine ganze Region mit 5,3 Millionen Bewohnern und 53 Städten ist noch bis Ende des Jahres Kulturhauptstadt. Und für Ausflüge mit dem Oldtimer zu jeder Zeit ein lohnenswertes Ziel!

Mit einem Porsche 911 SC ging es auf Ruhrgebiets-Tour. © Sabine Neumann
Mit einem Porsche 911 SC ging es auf Ruhrgebiets-Tour.
Das Ruhrgebiet  – einst mit dem grauen Image Zechen, Maloche, Kumpel, Dreck, Staub, Kohle behaftet, wurde nach Jahren des Dornröschenschlafes wach geküsst. Zum Vorschein kam die neue Kulturmetropole Ruhr mit Industriedenkmälern wie der Zeche Zollverein und den Großstädten Essen, Bochum, Dortmund. Aber auch die kleinen historischen Städte wie Hattingen im Ruhrtal und die Margarethenhöhe sind mehr als einen Besuch wert – in diesem Jahr und eigentlich immer wieder.

Von dichten Laub- und Nadelwäldern umgeben, zwischen den Großstädten Bochum und Essen gelegen, liegt das fast 60.000 Einwohner zählende Städtchen Hattingen. Dieses mittelalterliche Kleinod mit seinen hübschen Fachwerkhäusern und verwinkelten Gassen ist einzigartig in einem Gebiet, das eigentlich von Kohle und Stahl geprägt ist. Zu Recht wird Hattingen im Volksmund als das westfälische Rothenburg an der Ruhr bezeichnet.

Hattingen wurde erstmals 990 in den Geschichtsbüchern als Reichshof Hatneggen mit Kirche erwähnt. 1996 feierte die Stadt ihren 600. Geburtstag. Hattingen besitzt immerhin 143 Fachwerkhäuser, die bis ins 13. Jahrhundert zurückgehen. Kleiner Besucher-Tipp: Es empfiehlt sich, Hattingen zu Fuß zu erkunden! Denn durch die engen Gässchen passt kaum ein Oldtimer, und dazu gibt es noch jede Menge Kopfsteinpflaster und Treppen! Draußen vor dem Stadttor sind genügend Parkplätze vorhanden.

Historisches Hattingen
Schon von Weitem ist der schiefe Turm der St.-Georgs-Kirche, Mittelpunkt der Altstadt, zu sehen. Bei Blitzschlag sollte der brennende Turm nicht auf das wertvolle Kirchenschiff fallen; daher baute man den Kirchturm einfach schief! Der Kirchplatz ist eine Oase der Ruhe und Stille. Vielleicht liegt es auch daran, dass bis 1813 dieser Platz als Begräbnisstätte für die Hattinger Bürger vorgesehen war. Einige Grabplatten sind bis heute noch erhalten geblieben.

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TEXT und FOTOS: Sabine Neumann
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