Öl- und Kraftstoffe richtig lagern

Autofahrer erfreuen sich aktuell an sinkenden Preisen für Diesel und Benzin. Tatsächlich weiß man nie wie lange die Preise noch so bleiben. Das verführt natürlich zur Lagerung der Kraftstoffe im heimischen Bereich. Die Stoffe sind allerdings schwer entzündlich und können einem im schlechtesten Fall Haus und Hof kosten. Um die Gefahr von Leben, Hab und Gut zu minimieren, müssen diverse Richtlinien eingehalten werden.
Öl- und Kraftstoffe richtig lagern © kaiserkraft.de
Öl- und Kraftstoffe richtig lagern

Gefahren bei der Lagerung

Heizöl, Diesel und Benzin verlangt nach einwandfreier und unfallvermeidender Aufbewahrung. Schließlich reicht ein Funke, um alles zu entzünden. Gesetzliche Bestimmungen wurden zur Vorbeugung ins Leben gerufen. So wurde beispielsweise bestimmt, dass in privaten Kleingaragen lediglich 20 Liter Benzin und nicht mehr als 200 Liter Heizöl gelagert werden dürfen. Wohnt man im Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage, verstärken sich die Bedingungen. Hier dürfen nur unerhebliche Kleinstmengen gelagert werden.

Tipps zur ordentlichen Aufbewahrung

Besonders Kraftstoffe für Autos und Generatoren werden gerne im heimischen Umfeld verwahrt. Ein Vorrat an diesen existentiellen Stoffen beruhigt den ein und anderen. So ist das Interesse nicht nur beim Autofan zu finden. Um Gefahren weit möglich auszuschließen sollte man aber bestimmte Vorgaben einhalten. Die Kanister müssen selbstverständlich sauber, dicht und in einem guten Zustand sein. Kanister bestehen meist aus widerstandfähigem Kunststoff, müssen Temperaturbeständig und Luft- sowie wasserdicht verschließbar sein. Metallkanister sind zwar nicht mehr zeitgemäß, können aber Verwendung finden sofern sie korrosionsfrei hergestellt wurden. Was sonst noch wichtig ist:

  • Kanister nicht der Sonne aussetzen
  • Gesetzte in Betracht der Menge befolgen
  • Stabilisatoren nutzen
  • Lagerung in kühlen, dunklen Räumen
  • Kanister voll befüllen für geringen Luftanteil

Zusatzprodukte wie Fuel Stabilizer können dem frisch gezapften Kraftstoff zugefügt werden, um die Haltbarkeit zu verlängern. Wenn man derart sensible Stoffe länger als drei Wochen aufbewahren will, empfiehlt sich der Zusatz bereits. Kraftstoffe können abstehen und stellen dann ein besonders hohes Sicherheitsrisiko dar. Verantwortlich dafür sind chemische Prozesse, die oft unterschätzt werden. Das gilt natürlich auch für liegen gelassene Fahrzeuge. Sollte man aufgrund Urlaub oder Krankheit längerfristig nicht fahren können, muss auch hier mit Stabilisatoren vorgesorgt werden.

Risikofaktoren verringern

In unserem Land ist ein Reservekanister mit 60 Liter im Auto erlaubt. Diese darf aber keinesfalls lose liegen, sondern muss befestigt werden. Bei abrupten Bremsungen darf der Behälter keinesfalls in Bewegung kommen. Diese mitgeführten Kanister müssen mit der entsprechenden DIN Norm 7274 und 16904 übereinstimmen. Ein Tropfen reicht bereits, um Schlimmes anzurichten. Daher sind die Vorgaben einzuhalten.

Wer veraltete Gefahrenstoffe aller Art verwerfen möchte, kann dies beim Wertstoffhof der Gemeinde tun. Hier werden alle Materialien korrekt und fachmännisch vernichtet, unter der Einhaltung umwelttechnischer Bedingungen.

Das könnte Sie auch interessieren