Auto-Sicherheit

Klassiker vs. Neuwagen

Klassische Automobile begeistern eine stetig wachsende Zahl von Sammlern. Dabei sind die Fahrzeuge vergangener Jahrzehnte mehr als nur ein Zeugnis zeitgemäßen Industriedesigns. Bei kaum einem anderen Produkt wird der Fortschritt so deutlich. Fahrzeuge verschiedener und älterer Baujahre sind wie ein Fenster in die Vergangenheit. Neben dem Design lässt sich vor allem der technische Entwicklungsstand sehr gut interpretieren. Seit jeher stand dabei die Sicherheit im Fokus der Ingenieure.
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Blinker, Sicherheitsgurt oder Knautschzonen - die Sicherheit entwickelt sich kontinuierlich weiter

Der Sicherheitsgurt ist heute eine Selbstverständlichkeit in jedem Auto, ebenso die Kopfstütze. Dabei gab es bei der Einführung der Gurtpflicht in den 1970ern nicht nur Befürworter. Die Insassen könnten sich nur noch schlecht aus einem Auto befreien nach einem Unfall, lautete ein oft gehörtes Argument. Heute belegen Statistiken, wie viele Leben dieses unscheinbare Gurtband retten konnte. Doch der Sicherheitsgurt war auch nur ein kleiner Meilenstein in der Entwicklung der Insassen- und Verkehrsteilnehmer-Sicherheit.

Der Blinker ist für den technischen Fortschritt, der notwendig war, ein gutes Beispiel. Relais, die bereits erfunden waren, mussten Mitte des 20. Jahrhunderts so weiterentwickelt werden, dass sie einen Blinker funktionell blinken ließen. Zuvor gab es lediglich Winker, mit denen die Fahrtrichtungsänderung angezeigt wurde. Aber auch die mechanische Wirkung von Energie wurde immer mehr berücksichtigt. Knautschzonen oder spiralförmig aufgebaute Lenksäulen, welche die Bewegungsenergie absorbieren, sind ebenfalls längst Standards im Fahrzeugbau.

Der digitale Fortschritt erlaubt völlig neue Dimensionen von Sicherheit

In den letzten 20 bis 30 Jahren haben wir besonders den Fortschritt in der Computertechnologie wahrnehmen können. Das schlägt sich ebenfalls in der Fahrzeugsicherheit nieder. Das Internet, das Smartphone, all das gäbe es nicht ohne den Fortschritt in der Computertechnik. Wie bahnbrechend sich diese technischen Errungenschaften heute in Fahrzeugsicherheit umsetzen lassen, zeigt Infineon eindrucksvoll in einem interaktiven Video auf ihrer Website infineon.com. Das moderne Fahrzeug vollzieht umfassende Eigendiagnosen, kommuniziert mit der Werkstatt und sorgt dafür, das für den anstehenden Werkstatttermin alle benötigten Ersatzteile verfügbar sind. 

Der CAN-Bus läutet die neue Sicherheitsära im Automobil ein

Spurhaltesysteme, Geschwindigkeitskontrollen, berechnetes Abbremsen ohne blockierende Räder usw., das alles gibt es längst. Jetzt beginnt die Ära, in der Fahrzeuge immer mehr mit ihrer Umwelt kommunizieren. Sei es eine echte Stauumfahrung durch die Vernetzung aller Fahrzeuge, das Mitteilen eines freien Parkplatzes oder das Anpassen der Geschwindigkeiten zweier nacheinander mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fahrender Fahrzeuge. Die Voraussetzungen dafür wurden in den 1990ern geschaffen, als die ersten Autos mit CAN-Bus-Technologie auf den Markt kamen. 

Vereinfacht gesprochen ist das gesamte Fahrzeug über eine Datenleitung vernetzt, die Steuereinheit erhält alle Infos. In den ersten Jahren ausschließlich vom Fahrzeug selbst, inzwischen aber auch immer mehr aus der Umgebung. Gleichzeitig beginnen Fahrzeuge, diese Daten untereinander auszutauschen. Gerade bei der Stauumfahrung zeigen sich die Vorteile. Bislang wurden Radiodaten (Verkehrsfunk) genutzt, dann fuhren alle auf die neue Ersatzroute und es gab wieder Stau. Heute berechnen sich die Daten aus individuellen Fahrzeug- und GPS-Daten. Jedes Fahrzeug erhält eine individuelle Umfahrungsroute.

Von Neufahrzeug über Youngtimer zum Klassiker immer auch ein eindrucksvolles Zeitdokument

So ist dann jedes Fahrzeug irgendwann der Klassiker von morgen, der nicht nur das zeitgemäße Verständnis von Design oder Komfort widerspiegelt. Explizit die Auto-Sicherheit wird durch die Fahrzeuge der verschiedenen Jahrzehnte eindrucksvoll dokumentiert. Von der ersten über einen Verbrennungsmotor angetriebenen Motorkutsche bis hin zum mit seiner Umwelt kommunizierenden Fahrzeug mit E-Motor oder Brennstoffzelle zeigt sich der Fortschritt der automobilen Sicherheit. Jedes Fahrzeug ist damit ein Dokument seiner Entwicklungszeit, welches im Kontext zur gesamten automobilen Historie auch den jeweils aktuellen Stand der Sicherheit belegt. 

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