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Oldtimer werden immer öfter als Wertanlage genutzt

Oldtimer sind nicht nur Liebhaberobjekte für alte, reiche Herren. Sie werden immer populärer und verdrängen Bausparen & Co. langsam aber sicher von der Pole Position der Wertanlagen. Dieser Trend lässt nicht nur Chromfelgen, sondern auch altes Traditionshandwerk in neuem Glanz erscheinen.
Oldtimer werden immer öfter als Wertanlage genutzt © Autoclassic.de
Historische Autos werden nicht nur als Liebhaberobjekt, sondern auch als Kapitalanlage immer beliebter. Der Beweis? Der Oldtimerindex der Südwestbank, der jedes Jahr berechnet wird, ist 2015 um 14,1 % gewachsen. Die Berechnungen für den Index beruhen auf qualifizierter Fachliteratur sowie den aktuellen Zulassungszahlen für historische Fahrzeuge. Und von diesen gibt es auf unseren Straßen immer mehr. 2015 waren über 300.000 Fahrzeuge mit H-Kennzeichen unterwegs, im Vergleich zum Vorjahr war das ein Zuwachs an über 30.000 Oldtimern. Sportwagen sind unter den Oldtimern die rentabelsten Investitionen, denn an der Spitze des Index steht der Porsche 911, der den bisherigen Spitzenreiter, die ebenfalls sportliche BMW-Modellreihe 503/507/3200 CS 2015 abgelöst hat. Dieser rasante Anstieg des Oldtimer-Index zeigt, dass deutsche Investoren ihr Kapital vermehrt in Liebhaberobjekte stecken, als in Aktien zu investieren.

Oldtimer – eine sichere Investition auf lange Zeit

Da Sparguthaben auf der Bank momentan so schlecht verzinst wird, ist ein Oldtimer eine sichere Investition. Wer sich den Traum vom Porsche 911 nicht gleich aus dem Ärmel schütteln kann, muss auf den Fahrspaß nicht verzichten. Für das einmalige Fahrerlebnis können Chevrolet & Co. auch tageweise gemietet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, sich das Liebhaberstück über einen längeren Zeitraum zu finanzieren. Der Wert eines Oldtimers wird – anders als bei anderen Autos aus zweiter Hand – nicht nach möglichst geringer Kilometerzahl, sondern nach Zustand und guter Pflege bemessen. Auch wichtig ist, dass noch alle Originalteile im Auto verbaut sind. 

Der Trend zum Oldtimer bewahrt altes Traditionshandwerk

Weil die klassischen Fahrzeuge immer beliebter werden, erleben auch die Fähigkeiten rund um die Pflege und Reparatur von  Oldtimern ein Comeback. Der Verband der Automobilindustrie setzt auf Traditionsarbeit und will sogar das automobile Kulturgut als immaterielles Kulturerbe bei der UNESCO eintragen lassen. Praktischen Nutzen hat die neue Sympathiewelle für alte Autos übrigens auch. Mit steigender Nachfrage sollen alte Ersatzteile, an die man bisher nur schwer über Private Verkäufer rangekommen ist, wieder hergestellt werden. Außerdem entstehen Jobs speziell im Service- und Wartungsbereich für Oldtimer. In den letzten Jahren wurden in Deutschland ca. 600 Fachwerkstätten identifiziert und Kfz-Mechatroniker können eine Zusatzqualifikation für Old- und Youngtimer erwerben, und führen so das Traditionshandwerk weiter. Wer selber Hand anlegen will, kann auch in speziellen Kursen die Grundlagen des Schweißens erlernen. Es können auch Kenntnisse erworben werden im Blech-Schneiden und -Biegen, denn oft sind dies Maßanfertigungen, die passgenau fürs Auto angefertigt werden. Wer gelernt hat, die Dichtigkeit des Kühlers selbst zu prüfen, Ventile zu säubern und die Stößelstangen  zu checken, der kann sein Fahrzeug selbst noch besser in Schuss halten. 
 
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